Hallo ihr Lieben,
neben Kinderheim und Reisen gibt es bei mir im Moment auch noch ein weiteres Projekt:
Vor einiger Zeit schrieb mein Papa mir eine E-Mail mit der Idee ein Specksteinbusiness nach Deutschland zu versuchen. In Potsdam gibt es im Holländerviertel den “Verein zum Erhalt der niederländischen Kultur in Potsdam“. Mein Vater ist hier aktives Mitglied. Der Verein verkauft auch
kleine Souvenirs, wie Taschen mit einer Front eines Hollandhauses als Aufdruck. Diese gibt es übrigens im „Jan Boumann Huis“ im Holländer Viertel in Potsdam, welches auf jeden Fall mal einen Besuch wert ist!
Beim Verkauf der kleinen Souvenirs auf dem Tulpenfest kam meinem Vater die Idee aus Speckstein Windlichter produzieren zu lassen. Sie sollten auch die Giebel einen Hollandhauses abbilden. Da ich ja hier an der Quelle des Specksteins wohne und somit etwas organisieren könnte, kam er mit der Idee für dieses Projekt auf mich zu. Ich war sofort begeistert und habe mich baldigst mit Skizzen und viel Motivation nach Tabaka aufgemacht.
Als meine Eltern im Januar hier bei mir waren, haben wir auch eine kleine Fabrik dort besucht. Diese Leute waren damals so nett, als sie uns alles gezeigt haben und ich war mittlerweile auch schon wieder öfter mit Besucher da, dass ich dort hin bin und mich über die Möglichkeiten informiert habe. Ich war sehr aufgeregt, aber fand es auch einfach nur super spannend. Bei den früheren Besuchen hatte ich schon erfahren, dass sie viel nach Deutschland, Italien und in die USA exportieren.
Die Mitarbeiter dort kannten mich schon und empfingen mich gleich mit offenen Armen. Unsere Ideen sind alle möglich und es wurde sofort begonnen ein Beispiel zu produzieren. Ich war morgens um 10 Uhr in der Fabrik und habe dort dann die ganze Zeit gewartet, mich unterhalten und gut versorgen lassen bis dann so gegen 17 Uhr das
Beispiel fertig war. Es hat mich sofort begeistert. Ich nahm einige Fotos und es wurde noch etwas über Transport, Preise und Produktion verhandelt bzw. gesprochen. Danach fuhr ich mit einem schönen Gefühl nach diesem anstrengenden Tag nach Hause und skypte am gleichen Abend noch mit meinen Eltern um ihre Meinung über die ganze Sache zu hören.
Jeder, der mich etwas besser kennt, weiß, dass es mir einfach so viel spaß macht so was zu organisieren und mich dafür einzusetzen.
Ich hatte mit den Leuten von der Fabrik, die übrigens SMOLart (Small Medium or Large artists) heißt und sich als Fair Trade Produzent bezeichnet, abgesprochen, dass sie mir bis zur nächsten Woche noch vier Exemplare machen, wovon eins unbemalt ist und die anderen drei sollten in verschiedenen Farben und Stilen bemalt werden, da wir uns über die Ausführungen nicht so sicher waren. Am vergangenen Montag machte ich mich also abermals auf dem Weg zu SMOLart und konnte bei der Bemalung noch mitbestimmen. Diese vier Exemplare durfte ich nun mit nach Hause nehmen. Sie gehören mir.
Nun muss allerdings einen Entscheidung getroffen werden über die Produktion. Das ganze ist noch nicht so einfach. Die leichteste aller Fragen ist wahrscheinlich noch welche Typen wir produzieren lassen wollen. Jetzt muss aber noch über den Preis gesprochen werden. Mir wurde ein Preis von 300 KSH für ein unbemaltes und 350 KSH für ein bemaltes Haus bei einer Produktion von insgesamt 1000 Stück gesagt. Dieser Preis stellt sich aber als ein bisschen sehr hoch heraus. Schließlich kommen die Transportkosten ja auch noch dazu und wir müssen das ja in Deutschland auch mit etwas Gewinn verkaufen können.
Auch über den Transport hatte ich mich mit den zuständigen Mitarbeitern unterhalten und sie haben sich bei ihrem Partner über den Preis für den Transport nach Deutschland informiert. Leider viel auch dieser Preis höher als erwartet aus. Deswegen werden wir jetzt gucken, ob wir das nicht irgendwie selber billiger organisiert kriegen.
Das alles ist aber nur halb so schlimm. Es stellt uns, also mein Papa und mich, nur wieder vor neue Herausforderungen, die wir aber schon gespannt erwarten und bestimmt auch irgendwie alles organisiert bekommen.
In diesem Projekt gehe ich echt auf und ich hoffe, dass das während meiner letzten Zeit hier noch klappt und ich dann irgendwann viele „Dutch house for tealight’s“ aus Speckstein in Deutschland empfangen darf!
Nun haben wir nochmal eine E-Mail zur Fabrik geschrieben, dass der Preis doch etwas zu hoch ist für uns. Lassen wir uns mal überraschen was dort zurückkommt! Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
Alles Liebe jetzt erstmal von eurer Business-Anne!




